Buchholz Matthias - Viola

Matthias Buchholz wurde in Hamburg geboren und begann dort auch sein Musikstudium. Weitere Studien führten ihn nach Detmold und an das Curtis Institute of Music in Philadelphia zu seinen Lehrern Bruno Giuranna, Michael Tree und Karen Tuttle. Musikalische Impulse erhielt er auch durch Felix Galimir, Alexander Schneider und das LaSalle-Quartett. Seit 1976 konzertiert er – zunächst als Bratschist im Brahms-Quartett Hamburg, dann im Ridge-Quartett New York – in den wichtigen europäischen Metropolen, in den USA und Kanada, in Südamerika und im Fernen Osten. 2003 wurde er Gründungsmitglied des Heine-Quartetts. 

Er war Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs Bonn 1978, des Coleman Competition in Los Angeles 1981 sowie im Internationalen Musikwettbewerb Budapest 1984. Von 1986 an war Matthias Buchholz 1. Solobratscher im Radio-Sinfonie-Orchester Stuttgart, bis er 1990 als Professor für Bratsche an die Kölner Musikhochschule berufen wurde. Seither leitete er Meisterkurse in Taiwan, Japan und Korea, in den USA und in vielen europäischen Ländern.
 
Wiederholt wurde er zu den Festivals in Avignon, Berlin, Marlboro, Mondsee, Hitzacker, Lyon und Schleswig–Holstein eingeladen, wo Künstler wie Salvatore Accardo, Rainer Kussmaul, Joseph Silverstein, Benny Goodman, Anner Bylsma, Jörg Widmann, Patrick Messina und Mitglieder des Guarneri-Quartetts zu seinen Kammermusik-Partnern zählten. Als Gast konzertierte er mit dem Auryn-, Fine Arts-, American- und dem Vermeer-Quartett sowie dem Trio Fontenay. Uraufführungen und deutsche Erstaufführungen von Werken der Komponisten Hans Zender, Heinz Holliger, Per Nörgard, Peteris Vasks und Detlev Müller-Siemens dokumentieren seinen Einsatz für die zeitgenössische Musik. Seit 1991 ist er Mitglied im Linos-Ensemble, mit welchem er in unzähligen Konzerten in Europa, in Russland und in Südostasien aufgetreten ist und in fünfzehn CD-Produktionen mitgewirkt hat.
 
 2013 übernahm er eine Professur für Viola und Kammermusik an der Haute École de Musique in Genf als Nachfolger von Nobuko Imai.